Teenager talking with psychologist
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5. Stillachhaus Campus Symposium in Oberstdorf

Am Samstag den 24. Oktober referierten Frau Prof. Dr. Kämmerer und Frau Dr. med. Franziska van Hall im Stillachhaus vor ca. 50 Teilnehmern die Themen „Scham und Schuldgefühle: Erhöhen sie das Risiko für depressive Erkrankungen bei Frauen“  (Prof. Kämmerer) und „Ist Burnout weiblich? Multifaktorielle Ursachen von Burnout!“ (Dr. med. van Hall)

Referentin: Univ.-Prof. Dr. phil. Annette Kämmerer
Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie am
Psychologischen Institut der Universität Heidelberg, approbierte
Verhaltenstherapeutin, Supervisorin. Fellow am Marsilius-Kolleg der
Universität Heidelberg, langjährige Mitgliedschaft im Universitätsrat der
Universität Heidelberg, internationale Forschungskooperation, vor allem mit
Universitäten in Chile.

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Univ.-Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Annette Kämmerer

Hier das Abstract:
Frauen schämen sich häufiger und intensiver als Männer; sie berichten auch
über stärkere Schuldgefühle. Das gilt für gesunde Frauen ebenso wie für
psychisch belastete. Warum ist das so? Frauen sind in der
Gegenwartsgesellschaft in besonderem Maße Rollenanforderungen in
verschiedenen Lebensbereichen ausgesetzt: Sie sollen ihre berufliche
Selbstverwirklichung voran treiben, schön und erotisch anziehend sein, eine
liebevolle Mutter und Pflegende alternder Eltern sein – um nur einige
Themen zu nennen. Genügen sie diesen Rollenanforderungen nicht, können
intensive Scham- und Schuldgefühle, die wiederum in eine depressive
Erkrankung führen, das Resultat sein. Im Seminar werde ich zunächst die
aktuelle Forschungslage zu Scham- und Schuldgefühlen referieren und
dann der Frage nachgehen welche differentialpsychologische Rolle Schamund
Schuldgefühle gerade bei der Depression von Frauen spielen.
Ist Burnout weiblich? Multifaktorielle Ursachen von Burnout!

Referentin: Dr. med. Franziska van Hall
Ärztliche Direktorin der Stillachhaus Privatklinik

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Dr. med. Franziska van Hall

Hier das Abstract:
Der Begriff „to burn out“ findet sich bereits 1599 in Shakespeare´s Werk
„The Passionate Pilgrim“. Doch erst in den letzten Jahren erhält das
Burnout- Syndrom immer mehr Beachtung. Dabei gilt das Burnout-Syndrom
heute zwar als Risikofaktor für die Entstehung von Depression, nicht jedoch
als eigenständige Behandlungsdiagnose. Fast jede 4. Frau erleidet einmal in
ihrem Leben eine depressive Episode. Hormonelle Besonderheiten
begründen bis zu einem gewissen Grad diese Überrepräsentierung von
Frauen. Es gibt zudem auch typische Lebenssituationen, die das Risiko für
das Auftreten des Burnout-Syndroms bzw. die Diagnose von Depression bei
Frauen erhöhen. Die generellen Ursachen von Depressionen sind jedoch
multifaktoriell. Burnout-Syndrome und Depressionen sind keine reinen
Frauenkrankheiten, sie sind nicht weiblich!