09.06.2018 | Hamburg

Stillachhaus-Symposium

Update Depression

Referent: Univ.-Prof. Dr. Christian Otte | Charité Universitätsmedizin Berlin,
Stellvertretender Klinikdirektor, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
Campus Benjamin Franklin

Es werden zunächst die Häufigkeit und Symptomatik depressiver Erkrankungen dargestellt und insbesondere Gemeinsamkeiten und Unterscheide zum sogenannten „Burn-Out“ diskutiert. Im weiteren Verlauf wird der Schwerpunkt dann praxisnah auf die Behandlung depressiver Störungen gelegt. Ein Schwerpunkt wird dabei anhand von Fällen die Behandlung depressiver Patienten mit komorbiden körperlichen Erkrankungen sein, insbesondere bezüglich geeigneter und ungeeigneter antidepressiver Pharmakotherapie. Nach dem Vortrag sollen die Teilnehmer in der Lage sein, eine Depression zu diagnostizieren und Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum „Burn-Out-Syndrom“ kennen. Sie sollen zudem die aktuellen Evidenz-basierten Empfehlungen zur Behandlung der Depression kennen sowie Besonderheiten in der Pharmakotherapie depressiver Patienten mit komorbiden körperlichen Erkrankungen.

Pathologischer Narzissmus:
Entstehung, Diagnostik und Therapie bei betroffenen Patienten

Referent: Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Röpke | Oberarzt, Bereichsleiter Persönlichkeitsstörungen und Posttraumatische Belastungsstörung sowie Autismusambulanz | Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin

Narzissmus ist ein Persönlichkeitsmerkmal, welches seit der Antike beschrieben ist. Wenn Leid und Beeinträchtigung hierdurch beim Betroffenen hervorgerufen werden, wird es als pathologischer Narzissmus klinisch relevant. Als eigenständige Diagnose findet es sich als Narzisstische Persönlichkeitsstörung nur im amerikanischen Diagnosesystem DSM-5®, nicht jedoch im ICD-10® der WHO. Diese Randständigkeit in den Klassifikationssystemen steht im Widerspruch zum großen klinischen Interesse an dem Störungsbild. Bisher wurden viele Theorien und Therapien für den pathologischen Narzissmus entwickelt. In diesem Vortrag sollen diese Behandlungsansätze und Theorien den verfügbaren empirischen Daten gegenübergestellt werden. Es soll den Fragen nachgegangen werden: Was wissen wir über die Pathogenese von Narzissmus? Welche klinischen Modelle sind belegbar? Welche Behandlungsansätze wirken? Gibt es kulturelle Unterschiede hinsichtlich der Ausprägung von pathologischem Narzissmus? Steuern wir auf eine narzisstische Epidemie zu?

MSC Mindful Self-Compassion/Achtsames Selbstmitgefühl kennenlernen

Referentin: Arve Thürmann | Psychologische Psychotherapeutin,
Certified Teacher MSC und MSC Teacher Trainer, MBSR/MBCT-Trainerin

Mindful Self Compassion (MSC) ist ein evidenz-basiertes Training, das speziell dafür entwickelt wurde, die Fertigkeit des Selbstmitgefühls zu kultivieren. MSC basiert auf den Forschungen von Dr. Kirstin Neff und dem Fachwissen von Dr. Christopher Germer. MSC bringt Teilnehmern die wesentlichen Prinzipien und Praktiken bei, um schwierige Momente im Leben mit Güte, Fürsorge und Verständnis begegnen zu können. Stetig zunehmende Forschungsbefunde zeigen, dass größeres Selbstmitgefühl deutlich mit mehr emotionalem Wohlbefinden, weniger Angst, Depression und Stress und einem Aufrechterhalten von gesunden Lebensweisen, wie Ernährung und Sport und zufriedenstellenden Beziehungen einhergeht.

Gezieltes Resilienztraining
für Therapeuten und Klienten

Referentin: Dipl.-Psych. Mirijam Faust
Psychologische Psychotherapeutin der Stillachhaus Privatklinik | Resilienz Coach

Der Begriff Resilienz (lateinisch: „resiliere“ zurückspringen) stammt ursprünglich aus der Technik und beschreibt dort die Eigenschaft von Werkstoffen, nach Deformierung in die Ausgangsform zurückzukehren. In der Psychologie wird damit die lebenslang ausbaufähige psychische Widerstandsfähigkeit umschrieben, die Menschen hilft, Krisen zu bewerkstelligen und schwierige Lebenssituationen zu meistern. Zentrale Fragen dabei sind: Was lässt mich als Therapeuten gesund bleiben? Wie kann ich Gehörtes gut verarbeiten? Wie kann der Patient in seiner Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit gestärkt werden? Wie kann ich mit dem Patienten seine Ressourcen ausbauen? Wie gestalte ich langfristig eine ausgewogene Work-Life-Balance? Im theoretischen Teil des Vortrags wird ein Verständnis von Resilienz und unserem Resilienztraining vermittelt. Im anschließenden praktischen Teil laden wir Sie dazu ein, die Idee der Resilienz anhand einer kurzen exemplarischen Übung selbst zu erleben und zu erfahren. Die Übung ist Bestandteil unseres Resilienztrainings, welches an der Stillachhaus Privatklinik als Gruppentherapie angeboten und in regelmäßigen Abständen an psychotherapeutisch Tätige in Form von Schulungen weitergegeben wird.

Das Symposium findet im Barceló Hamburg statt:
Barceló Hamburg
Ferdinandstraße 15
20095 Hamburg

Kontakt
Tel: 040  22  63  62  0
www.barcelo.com

Kosten
Die Teilnahmegebühr am Symposium beträgt 70,00 Euro (inkl. MwSt.). Mittagsbrunch und Getränke sind in der Teilnahmegebühr enthalten.

Fortbildungspunkte
Das Symposium wird von der Landesärztekammer Hamburg zertifiziert. Es wurden 9 Punkte beantragt!

Zeitplan

09:00 – 09:30 Uhr
Empfang, Registrierung, Begrüßung

09:30 – 11:00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Univ.-Prof. Dr. Christian Otte

11:00 – 11:15 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

11:15 – 12:45 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Röpke

12:45 – 13:00 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

13:00 – 13:30 Uhr
Lunch

13:30 – 15:00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Arve Thürmann

15:00 – 15:15 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

15:15 – 16:45 Uhr
Vortrag, Diskussion, Übung mit
Dipl.-Psych. Mirijam Faust

16:45 – 17:00 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens

17:00
Verabschiedung
Ende der Veranstaltung