Teenager talking with psychologist
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Depressive Störungen und Angststörungen

Die Depression hat viele Gesichter

AngstIn der psychischen Entwicklung macht der Mensch Erfahrungen mit Grundbedürfnissen wie Bindung, Autonomie, Selbstwert, Identität sowie Werteorientierung, die sich in der Persönlichkeit und in Verhaltensweisen repräsentieren. Die eigenen Beziehungserfahrungen, aber auch bedeutsame Lebenserfahrungen der Eltern und Großeltern, die auf die Beziehungsgestaltung eingewirkt haben, werden seelisch verarbeitet und beeinflussen die Wahrnehmung und Bewertung des aktuellen Erlebens.

Eine depressive Symptomatik kann sich sehr individuell darstellen. Zentrale Beschwerden sind meist der Mangel an Initiative und Energie, Einschränkungen von Konzentration und Gedächtnis, eine niedergeschlagene oder stark schwankende Stimmung, Konflikte in Beziehungen, Selbstwertproblematik, Rückzug aus sozialen Kontakten, wie auch Schmerzen, Schlafstörungen und andere stark ausgeprägte
körperliche Beschwerden.

Die psychischen Diagnosen reichen von Anpassungsstörung und depressiver Episode, bipolarer Störung bis Persönlichkeitsstörung. Eine depressive Störung kann sich als Folge von Belastungen und Traumatisierungen, körperlichen Erkrankungen, wie auch einer Abhängigkeitsproblematik entwickeln.

Im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlung im Stillachhaus wird differentialdiagnostisch geklärt, ob eine körperliche Erkrankung das depressive Erleben ausgelöst oder verstärkt hat, wie z.B. eine Krebserkrankung, ein Herzinfarkt, Tabletten- oder Alkoholmissbrauch, hirnorganische Störungen oder Schädigungen sowie andere Erkrankungen, wie z. B. Infektionen.

Die Psychotherapie sieht im depressiven Erleben die Reaktion auf das Scheitern, persönliche Wünsche und Bedürfnisse in Beziehungen einzubringen und zu realisieren.