CME Zertifikat

Für dieses Symposium werden

9 CME Punkte beantragt.

11.05.2019 | Kaiserslautern

Stillachhaus-Symposium
Wissenschaftliche Leitung: Dr. med. Franziska van Hall

MSC Mindful Self-Compassion/ Achtsames Selbstmitgefühl kennenlernen

Referentin: Arve Thürmann | Psychologische Psychotherapeutin, Certified Teacher MSC und MSC Teacher Trainer, MBSR/MBCT-Trainerin

Mindful Self Compassion (MSC) ist ein evidenz-basiertes Training, das speziell dafür entwickelt wurde, die Fertigkeit des Selbstmitgefühls zu kultivieren. MSC basiert auf den Forschungen von Dr. Kirstin Neff und dem Fachwissen von Dr. Christopher Germer. MSC bringt Teilnehmern die wesentlichen Prinzipien und Praktiken bei, um schwierige Momente im Leben mit Güte, Fürsorge und Verständnis begegnen zu können. Stetig zunehmende Forschungsbefunde zeigen, dass größeres Selbstmitgefühl deutlich mit mehr emotionalem Wohlbefinden, weniger Angst, Depression und Stress und einem Aufrechterhalten von gesunden Lebensweisen, wie Ernährung und Sport und zufriedenstellenden Beziehungen einhergeht.

Schwierige Therapiesituationen

Referentin: Dr. Sara Zeugmann | Psychologische Psychotherapeutin und Wellness Counselor, New York University Berlin

Schwierige Therapiesituationen sind unweigerlicher Bestandteil des therapeutischen Prozesses. In jeder Therapie treffen verschiedene Personen mit jeweils ganz eigenen Geschichten und Bedürfnislagen aufeinander, welche durchaus zu schwierig empfundenen Situationen führen können. In diesem Symposium werden typische Probleme unseres Faches behandelt, störungsspezifisch und – übergreifend. Nach der Herausarbeitung der Charakteristika schwieriger Situationen, werden praxisnahe konstruktive Lösungswege vorgestellt. Gleichzeitig möchte ich zu Gelassenheit motivieren und für die Wichtigkeit von Selbstfürsorge im Zusammenhang mit herausfordernden Therapiesituationen plädieren.

Perfektionismus – Stärken nutzen, mit Risiken umgehen?“

Referentin: Referentin: Dr. Christine Altstötter-Gleich | Universität Koblenz-Landau, Campus Landau, Fachbereich 8: Psychologie

Perfektionismus ist mit einer Vielzahl psychischer Störungsbilder verbunden. Am verbreitetsten sind stressbedingte Störungen wie Depression und Burn Out. Häufig sind mit der Tendenz, an die eigenen Leistungen sehr hohe Anforderungen zu stellen, aber auch ausgeprägte soziale Ängste und Essstörungen verbunden. Nicht zuletzt werden perfektionistische Tendenzen im Alltag als problematisch erlebt, weil sie für dysfunktionale Verhaltensweisen, wie z.B. Prokrastination oder übertriebenes Checking-Verhalten verantwortlich sind. Internationale Forschungsprogramme machen jedoch deutlich, dass ein ausgeprägtes Leistungsstreben nicht zwangsläufig mit psychischen Problemen einhergeht. Sie identifizieren eine Reihe von Prozessen, die dafür verantwortlich gemacht werden, dass sich perfektionistische Tendenzen zum sogenannten klinisch relevanten Perfektionismus entwickeln. Im Zentrum des Vortrags stehen neben diesen Prozessen verschiedene Modellen zur Ätiologie des klinisch relevanten Perfektionismus. Darauf aufbauend werden kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionsstrategien vorgestellt, die vor allem auf sogenannte perfektionistische „Denkfehler“ abzielen.

Was stresst, was schützt? Zur Neurobiologie der sozialen Beziehung

Referent: Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Markus Heinrichs Ordinarius für Psychologie und Leiter der „Psychotherapeutischen Hochschulambulanz für stressbedingte Erkrankungen“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie Leiter der Forschungsgruppe „Social Neuroscience“ am Freiburg Brain Imaging Center des Universitätsklinikums Freiburg. Prof. Heinrichs gilt als einer der weltweit meistzitierten Wissenschaftler des letzten Jahrzehnts mit der Aufnahme in die Liste „The World’s Most Influential Scientific Minds“.

Stress ist allgegenwärtiger Bestandteil unseres Alltags: Wir sind im Stress, wir leiden unter Stress, wir möchten Stress abbauen. Neben diesem populären Gebrauch des Stressbegriffs stellen psychosoziale Belastungen Risikofaktoren für die Entstehung und Aufrechterhaltung zahlreicher psychischer, psychosomatischer und somatischer Erkrankungen dar. Umfangreiche Studien der letzten Jahre können zeigen, dass vor allem positive soziale Beziehungen und soziale Unterstützung zu den mächtigsten Schutzfaktoren gegen Stress und stressbedingte Erkrankungen zählen.

Das Symposium findet im SAKS Urban Design Hotel Kaiserslautern statt:
SAKS Urban Design Hotel Kaiserlautern
Stiftsplatz 11
67655 Kaiserslautern

Kontakt
Tel: 0631 36125-0
SAKS Urban Design Hotel Kaiserslautern

Kosten
Die Teilnahmegebühr am Symposium beträgt 120,00 Euro (inkl. MwSt.). Mittagsbrunch und Getränke sind in der Teilnahmegebühr enthalten.

Fortbildungspunkte
Das Symposium wird von der Landesärztekammer Rheinland Pfalz zertifiziert. Es werden 7 Punkte beantragt!

Zeitplan

09:00 – 09:30 Uhr
Empfang, Registrierung, Begrüßung

09:30 – 11:00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Arve Thürmann

11:00 – 11:15 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

11:15 – 12:45 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Dr. Sara Zeugmann

12:45 – 13:00 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

13:00 – 13:30 Uhr
Lunch

13:30 – 15:00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Dr. Christine Altstötter-Gleich

15:00 – 15:15 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

15:15 – 16:45 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Markus Heinrichs

16:45 – 17:00 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens

17:00 Uhr
Verabschiedung
Ende der Veranstaltung