CME Zertifikat

Für dieses Symposium wurden

7 CME Punkte beantragt.

13.04.2019 | Konstanz

Stillachhaus-Symposium
Wissenschaftliche Leitung: Dr. med. Franziska van Hall

Psychotherapie des älteren Menschen

Referentin: Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Nicole Bührsch Psychologische Psychotherapeutin, Fliedner Klinik Berlin

Psychische Probleme und Erkrankungen sind nicht auf ein bestimmtes Lebensalter begrenzt. Andererseits ist gerade das Älterwerden häufig mit Belastungen und Herausforderungen verbunden, die schwer zu überwinden sein können. Typische Stressoren in dieser Altersgruppe sind: Abschied vom aktiven Berufsleben, Verlusterlebnisse, Funktionseinschränkungen/ chronische Erkrankungen, Gedächtnisstörungen oder die Betreuung schwerkranker Angehöriger. Dazu kommt bei vielen Menschen die Scham, sich oder anderen einzugestehen, dass bestimmte Lebensumstände als zu belastend erlebt werden und einem die Fähigkeiten zur Bewältigung im Moment fehlen. Daraus ergibt sich, dass ältere Menschen oft unerkannt und/ oder unbehandelt an psychischen Störungen erkranken. Wie kann die Psychotherapie älteren Menschen dabei helfen? Die gute Nachricht ist, dass die vielfältig vorhandenen guten Psychotherapiemethoden bei älteren Menschen nicht grundsätzlich verschieden sind zu denen bei jüngeren Patienten. Niemand muss das „Rad neu erfinden“. Der Vorteil bei älteren Patienten ist oft, dass die Anliegen viel konkreter formuliert werden. Der Blick auf die größten Risiken für ältere Menschen zeigt den wichtigsten Ansatzpunkt in der Psychotherapie (älterer) Menschen: eine Bereitschaft und Basis schaffen für gelungene Anpassungsleistungen. Dabei ist die Würdigung von Leistungen und Erfahrungen – positiver wie negativer – ebenso wichtig wie die Ermutigung zu neuen Erfahrungen bzw. der Beibehaltung wesentlicher Lebensziele. Konkret ist die Aufrechterhaltung bzw. Reaktivierung werteorientierter Aktivität vor dem Hintergrund der realen Möglichkeiten ein wichtiges Anliegen.

MSC Mindful Self-Compassion/Achtsames Selbstmitgefühl kennenlernen

Referentin: Arve Thürmann | Psychologische Psychotherapeutin, Certified Teacher MSC und MSC Teacher Trainer, MBSR/MBCT-Trainerin

Mindful Self Compassion (MSC) ist ein evidenz-basiertes Training, das speziell dafür entwickelt wurde, die Fertigkeit des Selbstmitgefühls zu kultivieren. MSC basiert auf den Forschungen von Dr. Kirstin Neff und dem Fachwissen von Dr. Christopher Germer. MSC bringt Teilnehmern die wesentlichen Prinzipien und Praktiken bei, um schwierige Momente im Leben mit Güte, Fürsorge und Verständnis begegnen zu können. Stetig zunehmende Forschungsbefunde zeigen, dass größeres Selbstmitgefühl deutlich mit mehr emotionalem Wohlbefinden, weniger Angst, Depression und Stress und einem Aufrechterhalten von gesunden Lebensweisen, wie Ernährung und Sport und zufriedenstellenden Beziehungen einhergeht.

Pathologischer Narzissmus: Entstehung, Diagnostik und Therapie bei betroffenen Patienten

Referent: Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Röpke | Oberarzt, Bereichsleiter Persönlichkeits- störungen und Posttraumatische Belastungsstörung sowie Autismusambulanz | Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin

Narzissmus ist ein Persönlichkeitsmerkmal, welches seit der Antike beschrieben ist. Wenn Leid und Beeinträchtigung hierdurch beim Betroffenen hervorgerufen werden, wird es als pathologischer Narzissmus klinisch relevant. Als eigenständige Diagnose findet es sich als Narzisstische Persönlichkeitsstörung nur im amerikanischen Diagnosesystem DSM-5®, nicht jedoch im ICD-10® der WHO. Diese Randständigkeit in den Klassifikationssystemen steht im Widerspruch zum großen klinischen Interesse an dem Störungsbild. Bisher wurden viele Theorien und Therapien für den pathologischen Narzissmus entwickelt. In diesem Vortrag sollen diese Behandlungsansätze und Theorien den verfügbaren empirischen Daten gegenübergestellt werden. Es soll den Fragen nachgegangen werden: Was wissen wir über die Pathogenese von Narzissmus? Welche klinischen Modelle sind belegbar? Welche Behandlungsansätze wirken? Gibt es kulturelle Unterschiede hinsichtlich der Ausprägung von pathologischem Narzissmus? Steuern wir auf eine narzisstische Epidemie zu?

Das Symposium findet im 47° Ganter Hotel statt:

47° Ganter Hotels
Reichenaustraße 17
78467 Konstanz

Kontakt
Tel: 07531 127490
47° Ganter Hotel Konstanz

Kosten
Die Teilnahmegebühr am Symposium beträgt 120,00 Euro (inkl. MwSt.). Mittagsbrunch und Getränke sind in der Teilnahmegebühr enthalten.

Fortbildungspunkte
Das Symposium wird von der Landesärztekammer Baden Württemberg zertifiziert. Es werden 7 Punkte beantragt!

Zeitplan

09:00 – 09:30 Uhr
Empfang, Registrierung, Begrüßung

09:30 – 11:00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Nicole Bührsch

11:00 – 11:15 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

11:15 – 12:45 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Arva Thürmann

12:45 – 13:00 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

13:00 – 13:30 Uhr
Lunch

13:30 – 15:00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Röpke

15:00 – 15:15 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

15:15 – 15:30 Uhr
Verabschiedung

15:30 Uhr
Ende der Veranstaltung