CME Zertifikat

Für dieses Symposium wurden
7 CME Punkte beantragt.

16.03.2019 | Mainz

Wissenschaftliche Leitung: Dr. med. Franziska van Hall

Wir wollten doch noch so viel machen – Auswirkungen einer Krebserkrankung auf Patient, Partner und Partnerschaft

Referentin: Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Tanja Zimmermann | Professur für Psychosomatik und Psychotherapie mit Schwerpunkt Transplantationsmedizin und Onkologie, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover

Eine Krebserkrankung stellt nicht nur für die erkrankte Person eine psychosozial belastende Situation dar, sondern kann auch den nicht erkrankten Partner und die partnerschaftliche Funktionsfähigkeit sowie das Leben von Kindern, Verwandten und engen Freunden beeinträchtigen. Die psychische und physische Funktionsfähigkeit der Angehörigen beeinflusst auch ihre Fähigkeit, für die Patienten zu sorgen. Daher ist es von größter Bedeutung, die psychosozialen Belastungen sowohl bei Patienten als auch bei Angehörigen zu erfassen sowie Angehörige und hier insbesondere die Partner der Patienten in die psychoonkologischen Beratungskonzepte zu integrieren. Trotz der insgesamt deutlich verbesserten psychosozialen Versorgung von Krebspatienten im Rahmen der Leitlinienentwicklung und der Definition psychosozialer Versorgungsstandards erhalten Angehörige weniger emotionale und praktische Unterstützung als Patienten. Paarinterventionen verbessern nachweislich die Kommunikationsfähigkeit der Partner im Hinblick auf die individuellen Ängste und die oftmals veränderten Rollen innerhalb der Partnerschaft. Das Paar lernt, Stress gemeinsam zu bewältigen im Sinne einer „We-Disease“. Auch der Übergang von der direkten medizinischen Therapiephase in die „Normalität“ mit beispielsweise der Wiederaufnahme sexueller Aktivität kann dem Paar durch erfolgreiches dyadisches Coping leichter fallen als Paaren ohne psychoonkologische Paarintervention.

Pathologischer Narzissmus: Entstehung, Diagnostik und Therapie bei betroffenen Patienten

Referent: Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Röpke | Oberarzt, Bereichsleiter Persönlichkeits- störungen und Posttraumatische Belastungsstörung sowie Autismusambulanz | Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Charité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin

Narzissmus ist ein Persönlichkeitsmerkmal, welches seit der Antike beschrieben ist. Wenn Leid und Beeinträchtigung hierdurch beim Betroffenen hervorgerufen werden, wird es als pathologischer Narzissmus klinisch relevant. Als eigenständige Diagnose findet es sich als Narzisstische Persönlichkeitsstörung nur im amerikanischen Diagnosesystem DSM-5®, nicht jedoch im ICD-10® der WHO. Diese Randständigkeit in den Klassifikationssystemen steht im Widerspruch zum großen klinischen Interesse an dem Störungsbild. Bisher wurden viele Theorien und Therapien für den pathologischen Narzissmus entwickelt. In diesem Vortrag sollen diese Behandlungsansätze und Theorien den verfügbaren empirischen Daten gegenübergestellt werden. Es soll den Fragen nachgegangen werden: Was wissen wir über die Pathogenese von Narzissmus? Welche klinischen Modelle sind belegbar? Welche Behandlungsansätze wirken? Gibt es kulturelle Unterschiede hinsichtlich der Ausprägung von pathologischem Narzissmus? Steuern wir auf eine narzisstische Epidemie zu?

domschkeAngsterkrankungen – Praxis-Update, Ätiologie

Referentin: Univ.-Prof. Dr. Dr. med. K. Domschke, M. A. (USA) W3-Professur für Psychiatrie | Ärztliche Direktorin Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Albert-Ludwigs-Universität Freiburg | Universitätsklinikum Freiburg

Angsterkrankungen zählen mit einer weltweiten Lebenszeitprävalenz von 13% und ca. 61,5 Millionen Betroffenen in der Europäischen Union zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und gehen mit einer hohen sozioökonomischen Belastung einher. In diesem Vortrag wird ein Update zu taxonomischen Veränderungen im DSM- 5, neuen genetischen und bildgebenden Befunden zur Ätiologie von Angststörungen, transdiagnostischen Aspekten und therapeutischen Empfehlungen bei Angsterkrankungen gegeben. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf den im Mai 2013 veröffentlichten S3-Leitlinien zur pharmakologischen/ psychotherapeutischen Behandlung sowie vielversprechenden innovativen Ansätzen in der medikamentösen Therapie bzw. aktuellen Entwicklungen in der Psychotherapie von Angststörungen liegen.

Das Symposium findet im Hyatt Regency Mainz statt:
Hyatt Regency Mainz
Templerstraße 6
55116 Mainz

Tel.: 06131 731234
Hyatt Regency Mainz
Kosten

Die Teilnahmegebühr am Symposium beträgt 120,00 Euro (inkl. MwSt.). Mittagsbrunch und Getränke sind in der Teilnahmegebühr enthalten.

Fortbildungspunkte
Das Symposium wird von der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz zertifiziert. Es wurden 7 Punkte beantragt!

Zeitplan

09:30 – 10:00 Uhr
Empfang, Registrierung & Begrüßung

10:00 – 11:30 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Tanja Zimmermann

11:30 – 11:45 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

11:45 – 13:15 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Univ.-Prof. Dr. med. Stefan Röpke

13:15 – 13:30 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

13:30 – 14:00 Uhr
Lunch

14:00 – 15:30 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Univ.-Prof. Dr. Dr. med. Katharina Domschke

15:30 – 15:45 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

15:45 
Verabschiedung

16:00 Uhr
Ende der Veranstaltung