CME Zertifikat

Für dieses Symposium werden

7 CME Punkte beantragt.

29.06.2019 | Bielefeld

Stillachhaus-Symposium
Wissenschaftliche Leitung: Dr. med. Franziska van Hall

Neuroenhancement und Selbstoptimierung

Referentin: Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Isabella Heuser | Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité -Universitätsmedizin, Berlin

Unter dem Begriff Neuroenhancement versteht man die Verbesserung von kognitiven emotionalen und motivationalen Fähigkeiten eines psychisch gesunden Menschen.

In den letzten Jahren wurde häufiger über dieses „zeitgeistige“ Thema berichtet, und zuletzt hat die DAK in einer Befragung ihrer Versicherten festgestellt, dass ca. 5 % der erwachsenen Versicherten Medikamente eingenommen haben, obwohl sie nicht krank waren und diese auch nicht von einem Arzt verschrieben worden waren; diese Selbsteinnahme von Medikamenten beruhte ausschließlich auf dem Wunsch, noch besser zu funktionieren.

Im Rahmen des Vortrags sollen dieser Trend zur Selbstoptimierung (Selbstausbeutung?) erörtert und die wichtigsten ethischen und psychologischen Fragen in diesem Zusammenhang diskutiert werden.

Wir wollten doch noch so viel machen – Auswirkungen einer Krebserkrankung auf Patient, Partner und Partnerschaft

Referentin: Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Tanja Zimmermann | Professur für Psychosomatik und Psychotherapie mit Schwerpunkt Transplantationsmedizin und Onkologie, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover

Eine Krebserkrankung stellt nicht nur für die erkrankte Person eine psychosozial belastende Situation dar, sondern kann auch den nicht erkrankten Partner und die partnerschaftliche Funktionsfähigkeit sowie das Leben von Kindern, Verwandten und engen Freunden beeinträchtigen. Die psychische und physische Funktionsfähigkeit der Angehörigen beeinflusst auch ihre Fähigkeit, für die Patienten zu sorgen. Daher ist es von größter Bedeutung, die psychosozialen Belastungen sowohl bei Patienten als auch bei Angehörigen zu erfassen sowie Angehörige und hier insbesondere die Partner der Patienten in die psychoonkologischen Beratungskonzepte zu integrieren. Trotz der insgesamt deutlich verbesserten psychosozialen Versorgung von Krebspatienten im Rahmen der Leitlinienentwicklung und der Definition psychosozialer Versorgungsstandards erhalten Angehörige weniger emotionale und praktische Unterstützung als Patienten. Paarinterventionen verbessern nachweislich die Kommunikationsfähigkeit der Partner im Hinblick auf die individuellen Ängste und die oftmals veränderten Rollen innerhalb der Partnerschaft. Das Paar lernt, Stress gemeinsam zu bewältigen im Sinne einer „We-Disease“. Auch der Übergang von der direkten medizinischen Therapiephase in die „Normalität“ mit beispielsweise der Wiederaufnahme sexueller Aktivität kann dem Paar durch erfolgreiches dyadisches Coping leichter fallen als Paaren ohne psychoonkologische Paarintervention.

Perfektionismus – Stärken nutzen, mit Risiken umgehen?

Referentin: Dr. Christine Altstötter-Gleich | Universität Koblenz-Landau, Campus Landau, Fachbereich 8: Psychologie

Perfektionismus ist mit einer Vielzahl psychischer Störungsbilder verbunden. Am verbreitetsten sind stressbedingte Störungen wie Depression und Burn Out. Häufig sind mit der Tendenz, an die eigenen Leistungen sehr hohe Anforderungen zu stellen, aber auch ausgeprägte soziale Ängste und Essstörungen verbunden. Nicht zuletzt werden perfektionistische Tendenzen im Alltag als problematisch erlebt, weil sie für dysfunktionale Verhaltensweisen, wie z.B. Prokrastination oder übertriebenes Checking-Verhalten verantwortlich sind. Internationale Forschungsprogramme machen jedoch deutlich, dass ein ausgeprägtes Leistungsstreben nicht zwangsläufig mit psychischen Problemen einhergeht. Sie identifizieren eine Reihe von Prozessen, die dafür verantwortlich gemacht werden, dass sich perfektionistische Tendenzen zum sogenannten klinisch relevanten Perfektionismus entwickeln. Im Zentrum des Vortrags stehen neben diesen Prozessen verschiedene Modellen zur Ätiologie des klinisch relevanten Perfektionismus. Darauf aufbauend werden kognitiv-verhaltenstherapeutische Interventionsstrategien vorgestellt, die vor allem auf sogenannte perfektionistische „Denkfehler“ abzielen.

Das Symposium findet im Légère Hotel Bielefeld statt:
Légère Hotel Bielefeld
Neumarkt 2
33602 Bielefeld

Kontakt
Tel:  0521 489580
Légère Hotel Bielefeld

Kosten
Die Teilnahmegebühr am Symposium beträgt 120,00 Euro (inkl. MwSt.). Mittagsbrunch und Getränke sind in der Teilnahmegebühr enthalten.

Fortbildungspunkte
Das Symposium wird von der Landesärztekammer Nordrhein zertifiziert. Es wurden 7 Punkte beantragt!

Zeitplan

09:00 – 09:30 Uhr
Empfang, Registrierung, Begrüßung

09:30 – 11:00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Isabella Heuser

11:00 – 11:15 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

11:15 – 12:45 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Tanja Zimmermann

12:45 – 13:00 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

13:00 – 13:30 Uhr
Lunch

13:30 – 15:00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit
Dr. Christine Altstötter-Gleich

15:00 – 15:15 Uhr
Zeit zur Beantwortung eines Fragebogens – Kurze Pause

15:15 – 15:30 Uhr
Verabschiedung

15:30 Uhr
Ende der Veranstaltung