Sicherstellung des Therapieerfolges

Essenzieller Bestandteil unseres Behandlungskonzeptes sind der Transfer und die Implementierung der im Rahmen der Psychotherapie erworbenen Erkenntnisse und Erfahrungen in den persönlichen Alltag des Patienten.

Unsere Patienten haben während des Aufenthaltes im geschützten Rahmen des Stillachhauses Kompetenzen wiederentdeckt, neue Ressourcen entwickelt, dysfunktionale Kognitionen und Verhaltensmuster erkannt sowie konstruktivere, hilfreiche Gedanken und Verhaltensmöglichkeiten eingeübt und erfahren.

Nach der Rückkehr gilt es meist, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld, diverse Herausforderungen und Veränderungen zu bewältigen.

Im letzten Drittel der Behandlung im Stillachhaus soll durch eine sorgfältige Bahnung des Transfers in den persönlichen Alltag des Patienten ein möglichst nachhaltiger Therapieerfolg sichergestellt werden. Dabei kommt Strategien zur Rückfallprophylaxe eine wichtige Rolle zu. Neben der Erstellung eines persönlichen „Notfallkoffers“ und „Notfallplans“ werden Informationen über Zugangswege zur ambulanten Psychotherapie und Nachbetreuung im Allgemeinen vermittelt. Den zweiten Schritt stellt die Identifikation von individuellen Frühwarnzeichen dar. Zudem werden die Patienten angeleitet, basierend auf ihren individuellen Werten Wochenpläne zu erstellen. Ziel ist es, eine achtsame Tagesstruktur sowohl im privaten als auch im beruflichen Alltag nachhaltig zu verankern.

Wie nachhaltig ist die Therapie im Stillachhaus?

Speziell die Erzielung langfristiger positiver Effekte bedingt das eigentliche Maß für den Erfolg einer Therapie, gemessen durch die sogenannte Effektstärke.

Eine im August 2017 begonnene Katamnesestudie zur Objektivierung der Nachhaltigkeit unseres Therapiekonzepts zeigt auch ein Jahr nach Behandlungsende weiterhin große Effektstärken. Die Studie wird in Kooperation mit der Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie der Psychologischen Fakultät der Ruhr Universität Bochum unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Margraf durchgeführt.

Die Symptombelastung wird durch Selbsteinschätzung anhand der Depression Angst Stress Skala-21 (DASS-21) erfasst. Mit der PMH-Skala wird die Positive Psychische Gesundheit eingeschätzt. Sie bedeutet unter anderem die Kompetenz, mit Stress umzugehen, die Fähigkeit, im Leben einen Sinn zu sehen und die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) im Umgang mit Belastungen.

Ergebnisse der 12-Monatskatamnese

Auch 6 Monate nach Entlassung schätzen über 60 Prozent der befragten Patienten den Therapieerfolg noch als deutlich oder sehr deutlich vorhanden ein.

12 Monate nach Klinik-Aufenthalt bleibt der positive Effekt sowohl in Hinblick auf eine Reduktion auf Symptome von Depression und Stress als auch auf die Stärkung der subjektiven psychischen Gesundheit weiterhin sehr hoch:

Die Belastung mit depressiven Symptomen ist nach wie vor gering. Die leichte Zunahme der Stressbelastung im Alltag kann als normal betrachtet werden, da die Patienten in ihrem normalen Alltag üblicherweise wieder verschiedenen Stressoren und Einflussfaktoren ausgesetzt sind.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Positive Psychische Gesundheit während des Klinikaufenthalts deutlich zugenommen hat und auch ein Jahr nach der Behandlung gleichbleibend hoch ist.

Die Symptome von Depression und Stress haben im Gegenzug während der Behandlungsdauer deutlich abgenommen und sind nachhaltig gering geblieben.

Der Therapieerfolg des Stillachhauses wird in der Videoanimation noch einmal verdeutlicht.

Die einzelnen Punkte und ihre Bewegungsrichtung zeigen die Entwicklung der einzelnen Patienten von einer anfänglich hohen Symptombelastung (DASS) und einer niedrigen positiven Gesundheitskompetenz (PMH) hin zu einer geringen Symptombelastung und einer deutlich verbesserten positiven Gesundheitskompetenz.

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