Symposium zu Dissoziativen Identitätsstörungen
Traumatisierende Erfahrungen können unser Gehirn verändern. Doch was passiert dabei auf neurobiologischer Ebene und welche Rolle spielen diese Veränderungen bei der Entstehung einer Dissoziativen Identitätsstörung (DIS)?
Dr. med. Alexander Jatzko, Chefarzt der CuraMed Privatklinik Stillachhaus und Experte auf dem Gebiet der Traumafolgestörungen, beschäftigt sich mit genau diesen Fragen. Bei der dreitägigen Fachtagung „DISkurs – Dissoziative Identitätsstörung: Perspektiven verbinden, Komplexität verstehen“ der Kitzberg Kliniken in Bad Mergentheim war er kürzlich als Referent eingeladen und sprach dabei über die neurobiologischen Korrelate der Dissoziativen Identitätsstörung.
Die Fachtagung brachte zahlreiche Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Im Mittelpunkt stand mit der Dissoziativen Identitätsstörung ein komplexes Krankheitsbild, das für Betroffene ebenso wie für die Diagnostik und Therapie besondere Herausforderungen mit sich bringt. Besonders wertvoll war der interdisziplinäre Ansatz der Veranstaltung, sodass neben Erkenntnissen aus Neurowissenschaft, Psychiatrie und Psychotherapie auch Perspektiven aus Justiz, Forschung und der Selbsthilfe in die Diskussion einflossen. Dr. Jatzko zeigte in seinem Vortrag die neurobiologischen Grundlagen dissoziativer Prozesse auf und beleuchtete damit auf der Tagung eine wichtige Perspektive für das Verständnis traumabezogener Störungen.
Bei komplexen Erkrankungen ist ein offener wissenschaftlichen Austausch umso wichtiger, um unterschiedliche Erkenntnisse zusammenzuführen, Annahmen kritisch zu hinterfragen und langfristig die Versorgung der Betroffenen weiterzuentwickeln. Vielen Dank an die Kliniken für die Organisation dieser wichtigen Fachtagung!



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