25 Jahre 9/11 - warum sich manche Ereignisse so fest ins Gedächtnis einbrennen
Wissen Sie noch, wo Sie am 11. September 2001 waren?
Heute sind die Terroranschläge auf das World Trade Center genau 25 Jahre her. Doch viele Menschen können diese Frage immer noch erstaunlich genau beantworten. Sie erinnern sich daran, wo sie waren und was sie gerade gemacht haben, als sie von den Anschlägen erfuhren.
Doch warum prägt sich ein solches Ereignis so tief in unser Gedächtnis ein? Was passiert im Gehirn, wenn eine Erfahrung nicht nur zur Erinnerung, sondern zum Trauma wird? Und können die Folgen einer traumatischen Erfahrung auch Auswirkungen auf die nachfolgende Generation haben?
Anlässlich des 25. Jahrestags von 9/11 beschäftigt sich eine aktuelle Doku der Sendung NANO mit diesen Fragen. Mit dabei: Dr. Alexander Jatzko, Chefarzt unserer CuraMed Privatklinik Stillachhaus und Experte für Traumafolgestörungen. Er erklärt, wie sich bei einer extremen Belastung die Kommunikation zwischen verschiedenen Bereichen des Gehirns verändern kann. Erinnerungen können dadurch fragmentiert abgespeichert werden und später immer wieder mit emotionaler Intensität zu Tage treten.
Die Traumaforschung heute hat bewiesen: Ein belastendes Erlebnis kann unser Gehirn verändern. Doch Verfahren wie die kognitive Verhaltenstherapie und Methoden wie EMDR helfen, traumatische Erinnerungen neu einzuordnen, sodass das Gehirn sie verarbeiten kann. 25 Jahre nach 9/11 sind viele Bilder noch immer präsent in unseren Köpfen. Die Forschung dazu, wie traumatische Erfahrungen uns verändern, geht weiter und mit ihr entwickeln sich auch die Möglichkeiten der Traumatherapie.

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